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Was ist ein Privatkredit?

Per Definition ist ein Privatkredit die Gebrauchsüberlassung von Geld (Cash oder Giralgeld) auf eine vertraglich vereinbarte Zeit, wobei der Darlehensgeber nicht gewerblich, sondern als Privatperson handelt.
Dies bedeutet, dass der Kreditgeber kein Kreditinstitut im Sinne des Kreditwesengesetzes ist – also keine Unternehmung, welches Bankgeschäfte gewerbsmäßig oder in einem Umfang betreibt, der einen in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb erfordert –, sondern eine Privatperson.
In der Praxis wird ein Privatkreditvertrag in der Regel zwischen Personen geschlossen, die in einem verwandtschaftlichen oder engen freundschaftlichen Verhältnis zueinander stehen. Hier wäre die Tante ein typisches Beispiel, die ihrem Neffen einen zinslosen (per Definition ist Zinslosigkeit keine Bedingung für einen Privatkredit!) Kredit einräumt, damit dieser sein eigenes Business aufbauen kann. Oder Eltern, die das Studium ihres Kindes vorfinanzieren.
Im Laufe der letzten Jahre hat sich eine weitere Form des Privatkredits etabliert: Der Privatkredit über Online-Plattformen wie www.smava.de  und www.auxmoney.de. Hier können Privatpersonen direkt Kredite an ihnen in der Regel völlig unbekannten Personen vergeben.
Der Sinn bzw. die Attraktivität dieser Art von Kreditvergabe liegt vor allem darin, dass ein Kreditinstitut nicht als Intermediär fungiert, was in der Theorie sowohl auf Seiten des Kreditgebers als auch auf Seiten des Kreditnehmers zu einer win-win-Situation führt. D.h. Personen, die Geld übrig haben und anlegen wollen bekommen höhere Zinsen und Personen, die einen Kredit aufnehmen wollen, bekommen diesen zu für sie günstigeren Konditionen. Der Erfolg spricht für sich: Lag das Volumen dieser Form der Privatkredite im Jahr 2005 weltweit bereits bei geschätzten 118 Millionen Dollar, hatte es sich im Jahr 2006 auf ein Volumen von 269 Millionen Dollar mehr als verdoppelt. Im Jahr drauf (2007) lag das Volumen bereits bei 647 Millionen Dollar. Experten gehen davon aus, dass sich das Volumen der Privatkredite 2010 auf etwa 5,8 Milliarden Dollar belaufen wird.

Worauf muss man beim Abschluss eines Privatkredits achten?

In der Theorie kann eine Person, die einen Privatkredit vergibt und damit auf den Einsatz eines Kreditinstituts als Intermediär verzichtet, mit höheren Zinseinkünften rechnen, als wenn sie ihr Geld dem Kreditinstitut in Form von bspw. Tagesgeld zur Verfügung stellt. Allerdings profitiert die Person dann auch nicht mehr von der Schutzfunktion des Kreditinstituts bspw. in Hinsicht des Bonitätsrisikos des Kreditnehers. Handelt es sich bei dem potentiellen Kreditnehmer um einen Verwandten oder eine dem potentiellen Kreditgeber nahe stehenden Person, kann eine korrekte Einschätzung der Bonität eventuell problemlos von Statten gehen. Anders sieht es hingegen aus, wenn der Kreditnehmer in keinerlei engeren persönlichem Verhältnis zum Kreditgeber steht. Um diesem Problem Abhilfe schaffen zu können, haben die beiden bereits zuvor erwähnten Online-Plattformen smava und auxmoney ein erfolgreiches Scoring-System (das gleiche, dass Kreditinstitute zur Beurteilung der Bonität benutzen) eingeführt, um objektive Aussagen über die jeweilige Bonität von interessierten Kreditnehmern machen zu können. Anhand von den Scoring-Ergebnissen erhält der interessierte Kreditnehmer eine Bonitätsnote. Diese Note sollte zusammen mit dem angebotenen Zinssatz das entscheidende Kriterium in Hinsicht auf die Entscheidung für oder gegen die Gewährung des Kredits sein. Je schlechter die Note, desto höher zwar in der Regel der Zinssatz, aber desto höher auch die Wahrscheinlichkeit, dass der Kredit nicht vollständig bedient werden kann.

Welche Kostenfallen gibt es beim Privatkredit?

Bei seriösen Vermittlern von Privatkrediten existieren in der Regel keine speziellen Kostenfallen. Bei den beiden etablierten Anbietern smava und auxmoney zahlt bspw. lediglich der Kreditnehmer bei Abschluss eines Vertrags eine im Vorfeld festgelegte Gebühr, während der Kreditgeber keinerlei Gebühren zu entrichten hat. Bei anderen Anbietern kann dies jedoch komplett anders ausschauen. Einige Anbieter verlangen vom interessierten Kreditnehmer immer eine Gebühr, auch wenn schlussendlich das Kreditgesuche zu keinem positiven Geschäftsabschluss führt. Manche Anbieter verlangen auch von den Kreditgebern eine Gebühr, die teilweise so hoch sind, dass die zu erwartende Rendite empfindlich reduzieren wird und in keinem Verhältnis mehr zum Risiko steht. Vor Abschluss eines Kreditvertrags mit Hilfe eines Anbieters sollten sich beide Seiten unbedingt im Vorfeld über sämtliche Konditionen informieren.

Woran erkennt man unseriöse Privatkredite?

Wie in jedem Bereich des täglichen geschäftlichen wie privaten Lebens gibt es auch bei den Anbietern bzw. Vermittlern von Privatkrediten eine Menge schwarze Schafe. Glücklicherweise gibt es zahlreiche Hinweise, welche berechtigten Zweifel an der Seriösität von scheinbar ehrwürdigen Kreditgebern wie aber auch Kreditnehmern aufkommen lassen. Auf beiden Seiten des Vertragverhältnisses sollten vor allem unglaublich positive Konditionen aufhorchen lassen. Sprich: Werden einem Kreditsuchenden sehr niedrige bzw. einem interessierten Kreditgeber sehr hohe Zinsen angeboten, besteht Anlass zum Zweifel.
Einige unseriöse Anbieter versuchen vor allem interessierte Kreditnehmer mit geringer Bonität von der vermeintlichen Unkompliziertheit der Kreditgewährung ohne Schufa-Auskunft anzulocken, deren Kreditgesuche bei Kreditinstituten vielleicht abgelehnt wurde. Solche Anbieter verlangen in der Regel horrende Zinsen, die teilweise sogar gesetzeswidrig hoch sind (Wucherzinsen). Es tauchen aber auch immer wieder Beispiele auf, wo ein Kredit lediglich zum Schein gewährt wurde. Hier soll der Kreditsuchende im Vorfeld oftmals hohe Gebühren zahlen, damit das Kreditgesuch schnellstmöglich bearbeitet werden kann. Wird dies getan, hat der Kreditsuchende oftmals das Nachsehen, da der Kreditanbieter ab dem Zeitpunkt der Überweisung in der Mehrzahl der Fälle spurlos verschwindet und für den Kreditsuchenden nicht länger ansprechbar ist. Kreditsuchende sollten sich niemals dazu hinreißen lassen im Vorfeld eines Vertragabschlusses irgendwelche Gebühren zu zahlen, da seriöse Anbieter dies niemals verlangen werden.

Welche unabhängigen Informationsquellen zum Thema Privatkredite gibt es?

Das Internet bietet dem Interessierten zahlreiche Möglichkeiten, um sich näher über das Thema Privatkredite aus unabhängigen Informationsquellen informieren zu können. Zum einen sind da die unzähligen Informationsportale wie bspw. die Arbeitsgemeinschaft Finanzen ( www. arbeitsgemeinschaft-finanzen.de/kredite/privatkredit.php ) und zum anderen die allgemein bekannten Informationsportale wie bspw. www.Wikipedia.de  oder www.wer-weiss-was.de.
Eine weitere, sehr informative Anlaufstelle stellen die Verbraucherzentralen dar, deren Personal in der Regel über profunde Kenntnisse auf dem Gebiet der Kreditgewährung und -gesuche verfügen.

Fazit

Privatkredite spielen auf dem Gebiet der Kreditwirtschaft – sehr zum Verdruss der etablierten Finanzwelt – eine zunehmend gewichtigere Rolle, da der Wegfall des Intermediäres “Bank“ für beide Seiten (Anleger und Kreditsuchender) deutlich günstigere Konditionen zur Folge haben kann. Hierbei haben sich in Deutschland mit smava und auxmoney bisher zwei Internetportale etabliert, deren Geschäftsmodell in Hinsicht auf Sicherheit und Kundennutzen von Experten Bestnoten erhalten haben. Die zunehmende Akzeptanz von Seiten der Verbraucher sowie die vorherrschende, wenn auch von den Banken beharrlich verneinte Kreditklemme werden zu auch in Zukunft weiter stetig wachsenden Privatkreditvolumina führen.

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