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Die Kunst des stilvollen Verarmens: Wie man ohne Geld reich wird

Ein wirklich schönes Zitat von Helmut Berger hat Alexander von Schönberg seinem ebenso klugen wie unterhaltsamen Buch als Motto vorangestellt: “Es ist besser, man gewöhnt sich im Leben an den Verlust. Man erspart sich viel Traurigkeit.” Gewöhnt hatte sich Schönburg in den Zeiten des Börsen- und Medienbooms — und mit ihm viele seiner Kollegen — freilich an ganz andere Dinge. An ein sattes Gehalt nämlich und das beruhigende Gefühl eines sicheren Jobs mit vorprogrammierten Gehaltserhöh

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Die Flicks: Eine deutsche Familiengeschichte über Geld, Macht und Politik: Eine deutsche Familiengeschichte um Geld, Macht und Politik

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10 Kommentare zu „Empfehlung: Die Kunst des stilvollen Verarmens: Wie man ohne Geld reich wird“

  • Bücherwurm-Maria sagt:

    Meinung von Bücherwurm-Maria Die Kunst des stilvollen Verarmens: Wie man ohne Geld reich wird
    Einstufung:
    Viele Denkansätze, die der Autor liefert, gehen runter wie Öl, wenn man ohnehin schon des ganzen Konsumwahns überdrüssig ist. Mich stören dann solche Verurteilungen wie “Urlaub und essen gehen ist doof” nicht allzusehr. Ich denke, der Autor möchte zum reflektierten Umgag mit Geld und Gut anregen, und das gelingt auch. Das für richtig arme Menschen hier auch nicht allzu viele Tipps drinstehen, liegt vielleicht in der Natur der Sache. Wo es nicht viele Möglichkeiten gibt, gibts auch nicht viele Tipps. Der Autor sagt zu Beginn aber selber, dass es ein Buch nicht für die Ärmsten der Armen ist, sondern für diejenigen, die nach und nach ihren Standard haben runterschrauben müssen. Und das trifft doch auf einen Großteil der Bevölkerung zu. Und das wiederum macht Mut und gibt ein wenig Spaß zurück, den Spaß am sparsamen Umgang mit Geld – nicht am “Geiz ist geil”-Prinzip.

  • Tapir1962 sagt:

    Meinung von Tapir1962 Die Kunst des stilvollen Verarmens: Wie man ohne Geld reich wird
    Einstufung:
    Ein seltsamer Eindruck, der sich da nach dem Lesen dieses Buches breit macht. Keine Frage, dass Alexander von Schönburg in vielem den Nagel auf den Kopf trifft und unserer saturierten Wohlstandsgesellschaft den Spiegel vorhält. Aber von “Verarmung” zu sprechen erscheint mir denn doch etwas übertrieben und sein persönliches Schicksal ist wohl auch kaum mit dem jener Millionen vergleichbar gewesen, die heute das sogenannte “Prekariat” bilden.

    Wieso gewesen? Nun ja: Heute ist der Mann eben nicht mehr arbeitslos, sondern Chefredakteur des People- und Lifestyle-Magazins “Park Avenue”. Und da beschleicht einen eben doch ein seltsames Gefühl. War das mit dem stilvollen Verarmen vielleicht nur eine trotzige Reaktion auf den unerwarteten Jobverlust bei der Berliner Ausgabe der FAZ? Nach dem Motto: Wenn ich schon aus finanziellen Gründen nicht mehr stilvoll essen gehen kann, dann kultiviere ich eben das Spaghetti-Essen zu Hause? Und muss von Schönburg – der sein Buch natürlich vor dem Einstieg bei “Park Avenue” geschrieben hat und darin den Umstieg von Champagner auf Mineralwasser und von Wein auf Bier preist – jetzt nicht in seinem neuen Beruf (obwohl er diesen Ausdruck ja nicht mag, weil er ablehnt, dass Menschen sich über die Arbeit definieren) die neuesten Gourmet-Tempel ebenso abfeiern wie Trends auf dem Designer-Markt für Innenarchitektur? Inklusive Champagner-Empfehlungen?

    Das ist der fade Nachgeschmack, der mir bleibt, obwohl ich das Buch und seine Aussagen in vielen Teilen sehr treffend finde (insbesondere übrigens das Glossar am Ende). Aber irgendwie glaube ich – am Silvesterabend 2006 – nicht ganz, dass Herr von Schönburg heute Abend bei Spaghetti und Mineralwasser bleiben wird…

  • S. sagt:

    Meinung von S. Die Kunst des stilvollen Verarmens: Wie man ohne Geld reich wird
    Einstufung:
    Natürlich ist das kein Ratgeber für wirklich Verarmte, sondern ein Plädoyer, sein Geld nicht zwanghaft für Statussymbole auszugeben. Es geht auch ohne teuer essen gehen, es hat nämlich mehr Stil, mit Freunden lecker zu kochen und gemeinsam zu essen. Oder das Auto: Muss eigentlich nicht sein, wenn man in der Stadt lebt und alles mit öffentlichen Verkehrsmitteln erledigen kann. Ich fand, das war unterhaltsame, intelligente und durchaus inspirierende Unterhaltung.

  • Livat Lee sagt:

    Meinung von Livat Lee Die Kunst des stilvollen Verarmens: Wie man ohne Geld reich wird
    Einstufung:
    Ich habe mir das Buch ausgeliehen und es in einem Zug durchgelesen. Ich finde keineswegs, dass Alexander von Schönburg zynisch schreibt. Eher nochalant, leicht ironisch etc. Er hat mit sehr vielen Ideen absolut recht. Manchmal liegt das Einfache eben zu nah, um selbst darauf zu kommen: z.B. Warum brauche ich ein Auto, wenn ich in einer Großstadt lebe? Wozu ein Handy? Diese Fragen sollte sich wirklich mehr Leute stellen und nicht immer nur meckern, dass die Luft immer schlechter wird, die Straßen verstopft sind etc. Außerdem hat Herr von Schönburg ein tolles Hintergrundwissen. Ich finde es auch unfair ihn mit seinen beiden Schwestern permanent in Verbindung zu bringen. Was hat sein Lebensweg mit dem von Gloria und Maya zu tun? Alles in allem: Ein Klasse Buch!

  • zeilensprung sagt:

    Meinung von zeilensprung Die Kunst des stilvollen Verarmens: Wie man ohne Geld reich wird
    Einstufung:
    Alexander von Schönburg-Glauchau hat eines jener Bücher geschrieben, die auf den ersten Blick zwar durchaus Hand und Fuß besitzen, dann jedoch wie Zuckerwatte in sich zusammenfallen. Denn vieles aus seinem Erfahrungsschatz als verarmter Adeliger interessiert den geneigten Leser nicht wirklich. Vorallem drängt sich der Gedanke auf, dass er auf hohem Niveau jammert und das seine Armut vorallem Attitude ist, mit der man sich von der ansonsten Rucolasalat genießenden breiten Masse absetzen möchte.
    Ich denke, dass dieses Thema durchaus mehr hergegeben hätte und der Autor hat Kredit bei mir, weil es mir mit seinem “fröhlichen Nichtraucher” tatsächlich gelungen ist, das Rauchen aufzugeben. An diesem Thema, mit dem er vielleicht mit Prinz Asfa Wossen Asserates “Manieren” gleichziehen wollte, hat er sich aber leider eindeutig verhoben. Dabei empfand ich seinen nur kaum verhohlenen Dünkel als besonders penetrant!
    So taugt die “Kunst des stilvollen Verarmens” höchstens zu einer Konzession an den Zeitgeist, ist aber weder geeignet als Leitfaden für Menschen, die sich einschränken müssen oder wollen, noch als Bestandaufnahme einer sich wandelnden Gesellschaft.

  • Odysseus sagt:

    Meinung von Odysseus Die Flicks: Eine deutsche Familiengeschichte über Geld, Macht und Politik: Eine deutsche Familiengeschichte um Geld, Macht und Politik
    Einstufung:
    Der Autor beschreibt in diesem Buch den Aufstieg der Industriellendynastie Flick, eng verwoben mit dem Zeitgeschehen von Beginn des 20. Jahrhunderts über Weimarer Republik, Drittes Reich, Bundesrepublik bis zur Zwangsarbeiterdebatte und der Diskussion um die Kunstsammlungen der Flicks unserer Zeit.Das Buch ist sehr locker zu lesen, die Geschichte dieser Familie ist auch fesselnd genug und bietet genügend Stoff. Ein Manko ist die manchmal recht oberflächliche, doch sehr knappe Darstellung, aber tiefergehendere Abhandlungen würden mit Sicherheit den räumlichen Rahmen sprengen. Fazit: Wer schnell einen groben Überblick über Leben und Wirken einer der bedeutendsten deutschen Unternehmerfamilien des vergangenen Jahrhunderts haben will, ist hier mit Sicherheit gut bedient. Lesern mit tiefergehenden und wissenschaftlicheren Präferenzen sei aber eher abgeraten.

  • Rolf Dobelli sagt:

    Meinung von Rolf Dobelli Die Flicks: Eine deutsche Familiengeschichte über Geld, Macht und Politik: Eine deutsche Familiengeschichte um Geld, Macht und Politik
    Einstufung:
    Es gibt Bücher, die man als Wirtschaftsinteressierter einfach lesen muss, und der vorliegende Titel gehört dazu. Weite Teile des Buches sind nicht Familien-, sondern deutsche Geschichte, denn um die Flicks zu verstehen, muss man sich schon die Mühe machen, den politischen Hintergrund genauer zu beleuchten. Dann aber wird das Lesen dieses Buches mit seiner Informationsfülle zum reinen Vergnügen. Glänzend geschrieben, spiegelt es den atemberaubenden Aufstieg des Friedrich Flick wider, seine unglaublichen strategischen Winkelzüge, seinen auch angesichts von Ruin und Diffamierung unbeugsamen Unternehmerwillen – nicht zuletzt aber auch seine Unfähigkeit, die Nachfolgefrage zu regeln, sodass das Imperium schon in der zweiten Generation zerfiel. Wir empfehlen dieses Buch jedem, der sich für die jüngere deutsche (Wirtschafts-)Geschichte und vor allem für die meist der Öffentlichkeit verborgen bleibende Vernetzung von Politik und Wirtschaft interessiert.

  • Anonymous sagt:

    Meinung von Die Flicks: Eine deutsche Familiengeschichte über Geld, Macht und Politik: Eine deutsche Familiengeschichte um Geld, Macht und Politik
    Einstufung:
    Die Flicks haben eine bewegte Familiengeschichte und dieses Buch erzählt sie spannend, brilliant formuliert und gut recherchiert. Neben Interna aus der Familie erfährt man auch noch eine Menge über die deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts. Der Autor hat dabei keine ideologischen Scheuklappen auf und berichtet von den dunklen Kapiteln genauso wie von wirtschaftlicher Aufbauleistung. Absolut empfehlenswert für alle, die gerne Biografien lesen.

  • Freidenker sagt:

    Meinung von Freidenker Die Flicks: Eine deutsche Familiengeschichte über Geld, Macht und Politik: Eine deutsche Familiengeschichte um Geld, Macht und Politik
    Einstufung:
    Zum Buch:

    ———

    Vermutlich auch wegen der umstrittenen Geschichte des Flick-Konzerns hat der Autor ein sehr wertneutrales Buch verfasst. Ich konnte während der gesamten Lektüre keine Stelle finden, an welcher der Autor sich zu einer Meinung hat hinreißen lassen, nicht einmal am Ende in dem Kapitel über die Flick-Collection und die Diskussion um diese herum.

    Ich fand das Buch gleichzeitig ebenso spannend wie informativ – und habe es gelesen wie einen Wirtschaftskrimi, der aber noch spannender dadurch war, dass er reale Tatsachen behandelt.

    Der Schreibstil war flüssig und für den Leser sehr angenehm.

    Zur Biographie:

    ————–

    Die Erfolgsfaktoren von FF zum Aufbau eines Konzerns in der Größenordnung werden im Buch klar benannt und im Detail beschrieben:

    * Der Blick für’s Wesentliche und Verknüpfungsfähigkeit von Fakten

    * Klare Prinzipien

    * absolute und komplette Hingabe

    Ohne eine Bewertung der Zeit des Dritten Reichs komme ich ansonsten nicht umhin, Herrn Flick als beeindruckenden Ausnahmeunternehmer zu sehen. Licht und Schattenseiten liegen bei solchen Ausnahmepersönlichkeiten grundsätzlich dich beisammen, weswegen ich mir Meinungen über moralische oder familiäre Standpunkte an dieser Stelle erspare.

    Dennoch ist für jemanden, der sich noch nicht intensiv mit der Flick-Biographie beschäftigt hat dieses Buch ein großartiger Überblick. Wer sich für Wirtschaft im allgemeinen und auch für die Führung von Unternehmen interessiert ist ebenfalls mit diesem Buch sehr gut beraten.

    Viel Spaß!

  • Anonymous sagt:

    Meinung von Die Flicks: Eine deutsche Familiengeschichte über Geld, Macht und Politik: Eine deutsche Familiengeschichte um Geld, Macht und Politik
    Einstufung:
    Es scheint das Schicksal derer zu sein, die sich undogmatisch mit Personen beschäftigen, die sich bereits in der einen oder anderen ideologischen Schublade befinden, immer zwischen den Stühlen zu sitzen. Den einen fehlt die politisch korrekte Verdammung, andere finden die Fragen despektierlich. Die längst fällige Auseinandersetzung mit einer der mächtigsten Familien des Landes ist hart aber fair und dem Autor durchweg gelungen. Die Flicks ist ein Buch, auf das ich gewartet habe, und ein Muss für zeitgeschichtlich Interessierte.

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