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Gier. Neuroökonomie: Wie wir ticken, wenn es ums Geld geht

Billig kaufen und teuer verkaufen, so macht man bekanntlich an der Börse die besten Gewinne. Doch Scharen von Anlegern handeln genau umgekehrt: Sie kaufen wie wild, wenn die Kurse steigen, und stoßen ihre Wertpapiere panikartig ab, sobald sie Punkte verlieren. Die Neuroökonomie entschlüsselt, warum: Hinter dem vermeintlich rationalen Anlegerverhalten wirken sehr archaische Mechanismen: Kaum wittert das Anlegerhirn einen Gewinn, beginnen die gleichen neuronalen Schaltkreise zu feuern, die au

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5 Kommentare zu „Empfehlung: Gier. Neuroökonomie: Wie wir ticken, wenn es ums Geld geht“

  • Fuchs Werner Dr sagt:

    Meinung von Fuchs Werner Dr Gier. Neuroökonomie: Wie wir ticken, wenn es ums Geld geht
    Einstufung:
    Ökonomen tun sich mit den Erkenntnissen der Neurowissenschaften besonders schwer. Das ist auch wenig erstaunlich. Denn schliesslich trägt der Schutzheilige der Wirtschaftswissenschaftler den klingenden Namen Homo oeconomicus. Dumm nur, dass er reine Legende ist. Dumm ist aber auch die Person im Hanser Verlag, die Jason Zweigs Buch den unsäglichen Titel “Gier” verpasste. Das amerikanische Original trägt die Überschrift “Your Money and Your Brain”. Und die bringt den Inhalt nicht nur besser auf den Punkt, sondern ist auch weit sympathischer und damit verkaufsfördernder. Würde mich das Thema nicht brennend interessieren, hätte ich bestimmt kein Werk über Gier mit 354 Seiten gekauft.

    Weshalb bin ich so begeistert von Jason Zweigs Betrachtungen über Neuroökonomie? Da ist an erster Stelle die Fachkompetenz zu nennen. Dass der Autor eine ganze Menge von der Wirtschaft und vom Börsengeschehen weiss, liegt auf der Hand. Denn es ist Senior Writer bei “Money”, Kolumnist für “Time” und “CNN.com” sowie Herausgeber verschiedener Zeitschriften. Erstaunt hat mich aber, mit welch profunden Kenntnissen Jason Zweig brilliert, wenn es um Neurowissenschaftliches geht. Dieser Autor beschäftigt sich nicht erst seit gestern mit der Funktionsweise des menschlichen Gehirns. Sein Wissen hat sich so verdichtet, dass er es auch locker formulieren und interdisziplinär verknüpfen kann. Zudem sichtete Zweig so viele Studien und wissenschaftliche Schriften, dass er bei der Auswahl seiner Beispiele aus dem Vollen schöpfen kann. Damit ist garantiert, dass es auch den Lesern nie langweilig wird, die bereits etliche Bücher über Neuroökonomie kennen.

    Jason Zweig ist Amerikaner. Also spricht er auch vom amerikanischen Börsengeschehen, von amerikanischen Steuersystemen und von amerikanischen Gesetzesregelegungen. Das störte mich jedoch nicht, weil es das Verständnis des Wesentlichen keine Rolle spielt. Mich störte nur, dass es Verlag und Übersetzer dabei beliessen, den Dollar in einigen Fällen durch den Euro zu ersetzen. Zumindest zu den Abkürzungen hätte man einige erläuternde Kommentare liefern können. Im Normalfall hätte ich die editorischen und übersetzerischen Schnitzer bei der Gesamtbewertung sanktioniert. Aber beim Buch von Jason Zweig wollte ich nicht riskieren, dass er durch Abstrafung eventuell einen Leser verliert.

    Wird mich Jason Zweigs Buch künftig vor dummen Fehlern bei Börsengeschäften bewahren? Sicher bin ich mir nicht. Doch wenn es einer schafft, dann er. Denn Zweigs Beispiele sind so schlagend, seine Ausführungen so einleuchtend und seine Abwehrtipps so praktisch, dass sich kleine Veränderungen in meinen Verhaltensmustern schon fast automatisch ergeben. Hoffe ich zumindest. Klar, das Buch spricht primär Leser an, die sich für Wirtschaft und Neurologie interessieren. Aber da es auch oft um grundsätzliche Dinge des Menschen geht, um Gefühle, Hoffnungen und Glück, kann ich dieses Buch einem breiten Leserkreis empfehlen.

    Mein Fazit: Von den vielen Büchern zum Thema Neuroökonomie ist das von Jason Zweig sicher eines der besten. Der Autor bringt nicht einfach Angelesenes in eine neue Ordnung, sondern verbindet seine reichen persönlichen und beruflichen Erfahrungen mit dem, was Neurowissenschaftler in den letzten Jahrzehnten entdeckten. Jason Zweig spricht Klartext, bringt anschauliche Beispiele, reduziert Unmengen von Informationen auf das Wesentliche und kann schreiben. Nachdem ich auf seiner Site einige Kolumnen gelesen habe, kann ich dem Übersetzer leider keinen Lorbeerkranz überreichen.

  • Matthias Scharm sagt:

    Meinung von Matthias Scharm Gier. Neuroökonomie: Wie wir ticken, wenn es ums Geld geht
    Einstufung:
    Bin eher durch Zufall zu diesem Buch gekommen, aber es passt nun wirklich momentan wie die Faust aufs Auge. Was Herr Zweig uns in diesem Buch über die Vorgänge in unserem Gehirn erläutert, wenn wir an Geld denken, ist spannend und anschaulich geschrieben. Und läßt einen nicht mehr zweifeln, dass die Finanzkrise nur eine Frage der Zeit war. Wer die psychologischen Grundlagen der Finanzkrise verstehen will, der muss zu diesem Buch greifen.

  • P. Habertheuer sagt:

    Meinung von P. Habertheuer Gier. Neuroökonomie: Wie wir ticken, wenn es ums Geld geht
    Einstufung:
    Mir als Börsenanfänger hat das Buch sehr geholfen in Phasen der “Korrektur” einigermassen ruhig zu bleiben und keine unüberlegte Verkäufe zu tätigen.

  • Markus Hbner sagt:

    Meinung von Markus Hbner Gier. Neuroökonomie: Wie wir ticken, wenn es ums Geld geht
    Einstufung:
    Wirklich sehr spannende und faszinierende Einblicke in eine Welt die bisher eigentlich viel zuwenig Beachtung gefunden hat. Die neurowissenschaftlichen Einblicke die auf nachvollziehbare Weise dargestellt werden, laden zum Nachdenken ein.

    Für mich zwar noch interessanter war Karl Gampers “So schön kann Wirtschaft sein” bzw. das Buch mit Beispielen der neuen Wirtschaft “Es ist alles gesagt”.

    Dennoch ein sehr empfehlenswertes Buch und sicherlich eine gute Investition.

  • Portis123 sagt:

    Meinung von Portis123 Gier. Neuroökonomie: Wie wir ticken, wenn es ums Geld geht
    Einstufung:
    Das Schrift/Druckbild ist derart schlecht, dass ich nach den ersten Seiten abgebrochen habe das Buch zu lesen. Für ein (teures) gebundenes Werk einfach inakzeptabel.

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